Abwärmen und regenarationsfördernde Maßnahmen

Nach einem harten Klettertraining, insbesondere dann, wenn laktazide Ausdauer trainiert wurde, ist ein ausgiebiges Abwärmen von besonderer Bedeutung. Den meisten Sportkletterern scheint dies nicht bewusst zu sein, dass nur so die Regeneration beschleunigt, die Verletzungsanfälligkeit reduziert und die Leistungsfähigkeit erhöht wird.

Abwärmen durch Routenklettern oder Bouldern

Gerade nach einem laktazidem Kraftausdauertraining ist ein Ausklettern in leichten Routen besonders sinnvoll und trägt durch die schnellere Verteilung von Laktat im Körper zu einer schnelleren Regeneration bei. Die Arme sollten beim Ausklettern keinesfalls „dick“ werden. Die Kletterzeit sollte zwischen 10 und 30 Minuten liegen.

Stretching nach dem Training

Direkt nach dem Training sind die Muskeln auf Grund des noch hohen Muskeltonus besonders stark verkürzt. Ein Ausdehnen ist daher sehr sinnvoll, allerdings erst nach zwei bis drei Stunden nach dem Training, wenn die Muskelspannung nicht mehr ganz so hoch ist. Dehnen direkt nach dem Training fördert das Risiko von Muskelverletzungen und Muskelkater und ist daher nicht zu empfehlen.

Laufen, Radfahren

Als Ausgleich zum Klettern und als Regenerationsfördernde Maßnahme bieten sich Sportarten wie Laufen und Radfahren besonders gut an. Bei lockerem Laufen oder Radfahren (Puls <130 SpM) wird der komplette Kreislauf angeregt und durchblutet, so dass sich angesammelte Abfallprodukte (Laktat) im ganzen Körper verteilt werden und schneller abgebaut werden. Die Zeit sollte beim Laufen mind. 30 min. und beim Radfahren mind. eine Stunde betragen. Vorsicht beim Bahnenschwimmen! Hier wird durch mangelnde Technik meist keine aktive und damit regenaktionsfördernde Wirkung erzielt.

Warme Bäder, heiße Dusche, Sauna

Ein warmes Bad oder eine heiße Dusche wirken ebenso wie ein Saunagang entspannend und verringern dadurch den Muskeltonus, jedoch fördern diese Maßnahmen nicht wesentlich den Abbau des Laktats und sind deshalb eher als Ergänzung anzusehen.

Massagen

Massagen eignen sich hervorragend zum Lockern der Muskulatur (Abbau des Muskeltonus) und teils auch zum Abbau von Laktat und Giftstoffen in den Gelenken (speziell Fingergelenke).

Fingerübungen

 Besonders empfehlenswert nach dem Training ist das Kneten eines weichen Balles oder spezieller Knetmasse mit den Fingern. Hierbei wird durch die leichte Bewegung in den Fingern die Durchblutung angeregt und angesammelte Giftstoffe, die die Gelenke auf Dauer schädigen, abgebaut.



Letzte Aktualisierung am 25.06.2007